Wie wichtig verständliche Informationen waren, zeigte sich auch bei der Vorstellung des Wahlablaufs. Für die Integrationskommission Erbach waren Vladimira Barton, Kiran Fatima und Nassira Agrimi gekommen. Unterstützt wurden sie von Atiqullah Joya, Integrationsguide der Stadt Erbach. Anhand von Musterstimmzetteln erklärten sie Schritt für Schritt, wie die Stimmabgabe funktionierte und wie viele Stimmen vergeben werden konnten.
Liliana Pascaru stellte anschließend die Arbeit des Ausländerbeirats Michelstadt vor. In einer anschaulichen Präsentation erläuterte sie, welche Aufgaben das Gremium übernahm und wie Bürgerinnen und Bürger sich einbringen konnten. Dabei wurde deutlich, dass politische Beteiligung nicht erst mit einer Kandidatur für den Ausländerbeirat begann. Die Besucherinnen und Besucher erhielten außerdem ein Informationsblatt mit den wichtigsten Informationen zur Wahl sowie den Kontaktdaten von Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern in Erbach, Michelstadt und weiteren Kommunen im Odenwaldkreis.
Interesse und viele Fragen
Im Anschluss an die Präsentationen entwickelte sich ein reger Austausch. Viele Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, Fragen zu stellen und direkt mit den Vertreterinnen und Vertretern der Gremien ins Gespräch zu kommen. Die Veranstaltung zeigte, dass persönliche Gespräche und leicht zugängliche Informationen eine wichtige Rolle dabei spielen, politische Beteiligung zu ermöglichen. Wer seine Rechte und Möglichkeiten kenne, kann sich eher aktiv in das gesellschaftliche Leben vor Ort einbringen.
Mit der Veranstaltung setzte das Projekt MitWIRken damit einen Impuls für mehr politische Teilhabe. Zugleich wurde deutlich: Beteiligung beginnt mit Information – und manchmal auch mit der einfachen Frage, ob man überhaupt wählen darf.