Unter der beeindruckenden Erdkugel GAIA in der Nikolaikirche Alzey bekam die Frage nach Heimat und Zugehörigkeit eine ganz besondere Bedeutung.
Bei unserer Veranstaltung „In 80 Minuten um die Welt“ erzählten Menschen mit unterschiedlichen Lebensgeschichten von ihren Herkunftsländern, ihren Erfahrungen und ihrem Leben hier. Kolumbien, verschiedene Regionen Asiens, die Türkei, Kamerun und Kosovo kamen an diesem Abend mitten in Alzey zusammen.
Dabei ging es nicht darum, Länder mit Zahlen und Fakten vorzustellen. Im Mittelpunkt standen die Menschen selbst. Was bedeutet Zuhause? Welche Missverständnisse begegnen einem zwischen verschiedenen Kulturen? Welche Werte nimmt man aus seiner Herkunft mit? Und was verbindet das frühere mit dem heutigen Zuhause?
Die persönlichen Geschichten machten deutlich, dass Heimat für viele Menschen mehr als einen Ort haben kann. Sie kann aus Erinnerungen bestehen, aus Sprache und Familie, aber auch aus neuen Begegnungen und dem Gefühl, irgendwo angenommen zu sein.
Unter der Kunstinstallation GAIA wurde sichtbar, was uns im Alltag manchmal verloren geht: Wir kommen vielleicht aus unterschiedlichen Teilen dieser Erde, aber wir teilen viele Wünsche, Hoffnungen und Erfahrungen. Für mich war dieser Abend deshalb mehr als eine Reise durch verschiedene Länder. Er war eine Begegnung zwischen Menschen.
Und genau dort beginnt mitWIRken: wo wir einander nicht nur sehen, sondern anfangen, einander zuzuhören.