Interkulturelle Woche 2026 startet mit Rekordbeteiligung in Rheinland-Pfalz

veröffentlicht 28.09.2026, Menschen wie wir

Landesweit werden mindestens 350 Veranstaltungen in 19 Städten, Gemeinden und Landkreisen angeboten!

Vom 27. September bis zum 04. Oktober 2026 finden im Rahmen der Interkulturellen Woche bundesweit tausende Veranstaltungen statt, die unter dem Motto „dafür!“ Zeichen setzen wollen: Zeichen der Solidarität, Zeichen des Zusammenhalts und der Einheit in Vielfalt, Zeichen der Beharrlichkeit im Einsatz für Demokratie und Menschenrechte, Zeichen des Glaubens an eine gute Zukunft und Zeichen der Bereitschaft zum Gespräch über die Herausforderungen und Chancen des Zusammenlebens in einem Land, dass ohne weitere Einwanderung immer älter und immer ärmer werden wird.

Der Initiativausschuss für Migrationspolitik in Rheinland-Pfalz begrüßt es, dass sich erneute viele rheinland-pfälzische Landkreise, Städte, Regionen und Gemeinden an den diesjährigen Interkulturellen Wochen beteiligen: „Selten war es wichtiger, solche Zeichen zu setzten und selten war es wichtiger, Räume für solche Gespräche zu öffnen“, sagt Torsten Jäger, der Geschäftsführer des Initiativausschuss. Das Netzwerk rheinland-pfälzischer Initiativen der Asyl-, Migrations- und Integrationsarbeit hat es sich - wie auch in den vergangenen Jahren - zur Aufgabe gemacht, die Vielfalt der Veranstaltungen zur Interkulturellen Woche in Rheinland-Pfalz sichtbar werden zu lassen.

Der Initiativausschuss hat Kenntnis von etwa 350 Veranstaltungsangeboten u.a. in den (Verbands-) Gemeinden Büschenbeuren, Leiningerland und Montabaur, in den Landkreisen Bad Kreuznach, Cochem-Zell, Donnersbergkreis, Germersheim, Mayen-Koblenz und Rhein-Hunsrück-Kreis, sowie in Grünstadt, Kaiserslautern, Koblenz, Kusel, Landau, Ludwigshafen, Neuwied, Speyer, Trier und Worms. Er geht davon aus, dass auch an anderen Orten in Rheinland-Pfalz Veranstaltungen angeboten werden, die ihm nicht gemeldet wurden oder die er nicht recherchieren konnte.

Das Spektrum der Veranstaltungen reicht von Einzelveranstaltungen bis zu umfangreichen Veranstaltungsprogrammen mit Stadtführungen, Diskussionsveranstaltungen, Konzerten, Lesungen und Ausstellungen, interaktiven Begegnungsformaten und Stadtteilfesten.

„350 Veranstaltungen ‚dafür!‘ sind angesichts der gesellschaftlichen Verwerfungen, denen wir uns gegenübersehen, längst keine Selbstverständlichkeit mehr, wohl aber eine dringende Notwendigkeit“, so Jäger weiter. Das zeigten nicht nur die Ergebnisse der letzten Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin, in denen völkisch-nationale Parteien und Bewegungen weiter erstarkt sind und demokratische Parteien - die einstmals große Teile der Bevölkerung hinter sich versammeln konnten - gleichzeitig zerrieben worden seien.

„Sondern das zeigen auch die zunehmende Radikalisierung gesellschaftlicher Debatten und die vielen Risse, die deshalb durch Familien und Freundschaften gehen. Das zeigen der wechselseitige Rückzug in Filterblasen, in denen eigene Überzeugungen unhinterfragt perpetuiert werden und in denen demokratische Positionen und Perspektiven der ‚anderen Seite‘ nicht nur ungehört abgelehnt, sondern diskreditiert und teilweise kriminalisiert werden.“

Eine Übersicht über Veranstaltungen, die im Rahmen der IKW 2026 bundesweit stattfinden, findet sich auf der Homepage des ÖVA unter https://www.interkulturellewoche.de/index.php/datenbank. Dort kann auch regional oder auf der Ebene der Bundesländer recherchiert werden.

 

Übersicht über dem Initiativausschuss bekannte Veranstaltungen/Veranstaltungsprogramme zur IKW 2026 in Rheinland-Pfalz
(Links geprüft am 25.09.2026, 11:30 Uhr):