Festwoche zum 40. Jahrestag von PRO ASYL

veröffentlicht 04.09.2026, Menschen wie wir

Am 8. September 2026 feiert PRO ASYL sein 40-jähriges Bestehen - eine Festwoche mit Ausstellung, Diskussionen und der Verleihung des Menschenrechtspreises in Frankfurt am Main.

PRO ASYL wurde im September 1986 in Frankfurt am Main gegründet und steht seitdem an der Seite von Menschen auf der Flucht. Was mit 15 Engagierten begann, ist heute eine starke und unabhängige Stimme für Flüchtlingsrechte in Deutschland und Europa. PRO ASYL blickt zurück auf eine bewegte Geschichte mit wichtigen Erfolgen und herben Niederlagen. Und PRO ASYL blickt nach vorn: “Wir sind standhaft seit 40 Jahren – und das ist erst der Anfang. Und so wollen wir diese Woche feiern!”

Samstag, 5. September 2026: Frauen im Exil. Zwischen Gewalt, Widerstand und Zukunft
Massif Central, Bethmannstraße 7–9, Frankfurt
11 bis 19 Uhr Ausstellung, 18 bis 19 Uhr Gespräch mit der Künstlerin (in englischer Sprache).
Den Auftakt zur Festwoche macht eine Ausstellung von Werken der iranischen Exilkünstlerin Ghazal Abdollahi im Rahmen der diesjährigen »Tage des Exils« in Frankfurt. Einen Tag lang sind Porträts von geflüchteten Frauen, die Abdollahi auf einfache Kaffeefilter aus Papier gezeichnet hat, zu sehen. Der Tag endet mit einem Gespräch mit der Künstlerin.
Weitere Informationen gibt es hier.

Dienstag, 8. September 2026: Jubiläumsveranstaltung – Empfang der Stadt Frankfurt am Main
Kaisersaal im Römer, Frankfurt, 18 bis 20 Uhr
Am Gründungstag von PRO ASYL lädt die Stadt Frankfurt am Main zu einem offziellen Empfang
in den Kaisersaal des Römers ein. Mit dem Festakt würdigt PRO ASYL Menschen, die die Organisation geprägt haben, erinnert an vier Jahrzehnte Einsatz für Flüchtlings- und Menschenrechte und richtet den Blick nach vorn. 
Die Veranstaltung ist nur für geladene Gäste. Angehörige der Medien können ohne Anmeldung unter Vorlage eines Presseausweises teilnehmen.

Freitag, 11. September 2026: 40 Jahre PRO ASYL – Pressekonferenz und Tagung
Haus am Dom, Domplatz 3, Frankfurt, 11 bis 16 Uhr
Im Rahmen der Tagung diskutiert PRO ASYL gemeinsam mit Menschenrechtler*innen aus der Türkei, Griechenland, Österreich und Deutschland über die aktuellen Herausforderungen und die Zukunft des Flüchtlingsschutzes. Im Mittelpunkt steht zunächst die Menschenrechtslage in der Ägäis. Darüber sprechen die diesjährigen Menschenrechtspreisträger*innen Pırıl Erçoban und Taner Kılıç aus der Türkei sowie Giorgos Tsarbopoulos aus Griechenland gemeinsam mit Natassa Strachini und Efi Latsoudi von unserer Schwesterorganisation Refugee Support Aegean. Anschließend geht es um die aktuellen Entwicklungen in Deutschland und Österreich nach dem Start des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems. Die österreichische Perspektive bringt Lukas Gahleitner-Gertz von der asylkoordination österreich ein. Unter dem Titel »Europa neu schaffen« richtet schließlich Prof. Dr. Dr. Maximilian Pichl von der Frankfurt University of Applied Sciences in einem Gastvortrag mit anschließender Diskussion den Blick auf die Zukunft des Flüchtlings- und Menschenrechtsschutzes.
Weitere Informationen zum Programm hier.

Samstag, 12. September 2026: Verleihung des Menschenrechtspreises der Stiftung
PRO ASYL
Haus am Dom, Domplatz 3, Frankfurt, 14 bis 16 Uhr
Die Stiftung PRO ASYL verleiht den Menschenrechtspreis 2026 an Pırıl Erçoban und Taner Kılıç aus der Türkei sowie Giorgos Tsarbopoulos aus Griechenland. Die drei Preisträger*innen setzen sich seit vielen Jahren mit großer Beharrlichkeit für Menschen auf der Flucht ein. Sie unterstützen Schutzsuchende, dokumentieren Menschenrechtsverletzungen, machen Missstände öffentlich und verteidigen rechtsstaatliche Garantien. Mit ihrer Arbeit haben sie den Flüchtlingsschutz in der Türkei und in Griechenland maßgeblich geprägt. Weitere Informationen zu den Preisträger*innen finden sich hier.