Die Diakonie kritisiert die Bestrebungen, mit den Taliban für Abschiebungen nach Afghanistan zusammenzuarbeiten. Auch die humanitäre Verantwortung für die ehemaligen Ortskräfte bestehe fort. Dazu Diakonie-Experte Michael David: „Viele Geflüchtete aus Afghanistan sind erfolgreich Teil unserer Gesellschaft geworden, befinden sich in einer Ausbildung oder arbeiten bereits im Einzelhandel, im Handwerk, in akademischen Berufen oder in der Verwaltung. Sie sorgen sich um ihre Sicherheit und die ihrer Angehörigen in Afghanistan.“
Aus Sicht der Diakonie gilt unverändert: Rückkehr darf nur in Sicherheit und Würde erfolgen. „Das setzt voraus, dass in jedem Einzelfall gründlich geprüft wird, ob Abschiebungsverbote vorliegen. Angesichts der Lage vor Ort ist eine zwangsweise Rückkehr nicht zu rechtfertigen“, sagt David, Leiter des Zentrums Soziales, Armutsbekämpfung, Migration und Integration der Diakonie Deutschland.
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