Online-Seminar: Traumasensibilität in der Begegnung mit jungen Menschen mit Fluchterfahrung

Montag, 8.6. 9-13 Uhr

Online-Seminar

Junge Menschen mit Fluchterfahrung haben belastende oder traumatische Erfahrungen gemacht – auf der Flucht, im Herkunftsland und auch nach der Ankunft. Fachkräfte, die mit diesen jungen Menschen arbeiten, begegnen ihren Geschichten tagtäglich – in Gesprächen, im Verhalten oder manchmal im Schweigen. Doch wie kann man in solchen Situationen sensibel, unterstützend und zugleich professionell handeln?

Das Online-Seminar vermittelt die Grundlagen einer traumasensiblen Haltung und bietet Orientierung für den Alltag in Schule, Jugendhilfe, Sozialarbeit oder Ehrenamt. Gemeinsam gehen wir folgenden Fragen nach: Was ist ein Trauma? Wir beleuchten, was genau ein Trauma bedeutet, wie es entsteht und warum belastende Erfahrungen unterschiedlich wirken können – je nach Alter, Lebensumständen und Unterstützungssystemen.
Selbstfürsorge für Fachkräfte: Wer mit belasteten Menschen arbeitet, braucht auch einen achtsamen Umgang mit den eigenen Grenzen. Zugleich bedeutet die Arbeit im Kontext von Flucht und Migration oft, mit einem nicht funktionierenden oder widersprüchlichen System konfrontiert zu sein – und mit politischen Rahmenbedingungen, die von Rassismus und Ausgrenzung geprägt sind. Das Seminar lädt dazu ein, auch diese strukturellen Belastungen zu reflektieren und Wege zu finden, wie Fachkräfte sich selbst schützen, solidarisch handeln und Kraftquellen im Berufsalltag bewahren können.

Referent*: Leo Teigler, M.Sc. Psychologie, M.A. Migrationswissenschaften, Systemischer Therapeut*, Psychotherapeut* in Ausbildung (Systemische Therapie). Leo Teigler war 10 Jahre im Dachverband der psychosozialen Zentren für Geflüchtete und Folterüberlebende (BAfF) tätig, seit 2023 in der Fachstelle für queer refugees der Schwulenberatung Berlin.

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