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Viele soziale Initiativen und Vereine sind derzeit unter Druck – rechtlich, finanziell und diskursiv. Sie erleben, wie ihre Handlungsspielräume enger werden, und arbeiten zunehmend im Modus des Verteidigens: Fördermittel sichern, Angriffe abwehren, Grundrechte behaupten. Doch reicht das aus, um Demokratie lebendig zu halten? Zum Tag des Grundgesetzes fragen wir, wie sich dieser Verteidigungsmodus erweitern lässt. Inspiriert von Michael Hirsch und Kilian Jörg und ihrem Essay „Durchlöchert den Status quo!“ (Nautilus, 2025) sprechen wir über die Vermittlung zwischen radikalen Utopien, Aktivismus und gemeinwohlorientierten Reformen und suchen nach Wegen, demokratische Räume nicht nur zu schützen, sondern neu zu denken. Die Veranstaltung bringt Engagierte aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Feldern zusammen, um voneinander und miteinander zu lernen. Wie können wir solidarisch agieren, Brücken bauen und mutig bleiben? Welche Strategien machen Handlungsspielräume sichtbar und erweitern sie? Wir wollen Resignation punktuell in progressive Energie verwandeln, politische Vorstellungskraft aufforsten und Demokratie schützen, indem wir sie ausweiten – Utopien ausdrücklich eingeschlossen.
Referierende:
Dr. Tina Dürr, Stellvertretende Leiterin Demokratiezentrum Hessen, Philipps-Universität Marburg
PD Dr. Michael Hirsch, Philosoph, Politologe und Kunsttheoretiker, Universität Siegen
Kilian Jörg, Autor, Aktivist, Künstler und Philosoph
Moderation:
Dr. Helge Bezold, Evangelische Akademie Frankfurt
Torsten Jäger, Initiativausschuss für Migrationspolitik in Rheinland-Pfalz
Andreas Lipsch, Diakonie Hessen
Leitung:
Dr. Helge Bezold, Theologischer Studienleiter, Evangelische Akademie Frankfurt
Kooperation:
Diakonie Hessen
Flüchtlingsrat Hessen
Flüchtlingsrat Rheinland-Pfalz
Initiativausschuss für Migrationspolitik in Rheinland-Pfalz
Der Paritätische Hessen
Pro Asyl