Rund 6 Millionen Menschen haben die Ukraine verlassen, etwa 1,3 Millionen von ihnen sind nach Deutschland geflohen. Weitere 3,7 Millionen sind innerhalb des Landes auf der Flucht. Insgesamt benötigen derzeit rund 10,8 Millionen Menschen – etwa ein Drittel der Bevölkerung – humanitäre Hilfe.
„Der Europatag erinnert uns daran, dass Solidarität und Frieden die Grundlage unseres Zusammenlebens sind“, sagt die Vorstandsvorsitzende der UNO-Flüchtlingshilfe, Ricarda Brandts. „Gerade angesichts des andauernden Krieges dürfen wir nicht nachlassen, Geflüchtete und Binnenvertriebene zu unterstützen – in der Ukraine, in Europa und weltweit. Humanitäre Hilfe kennt keine Grenzen.“
Die große Hilfsbereitschaft der deutschen Zivilgesellschaft für die Menschen in der Ukraine hat bereits viel bewegt. UNHCR verteilt gemeinsam mit Partnern Nothilfepakete (z. B. Decken, Wasser), erfasst Bedarfe der geflüchteten Menschen, vermittelt für sie Unterkünfte und informiert über Hotlines zu sicheren Schutzräumen. Zusätzliche Hilfsgüter werden bereitgestellt, um schnell auf neue Vertreibungen zu reagieren. Zudem hilft die Organisation bei der Reparatur von Wohnhäusern, die durch die Bombardierungen beschädigt wurden.
Zugleich mahnt die Organisation, die globale Dimension von Flucht nicht aus dem Blick zu verlieren: Weltweit sind derzeit mehr als 117 Millionen Menschen vertrieben. Zum Europatag appelliert die UNO-Flüchtlingshilfe an Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, sich weiterhin entschlossen für Schutzsuchende einzusetzen und die humanitäre Hilfe nachhaltig zu stärken.
Die UNO-Flüchtlingshilfe ist der deutsche Partner des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen, UNHCR. Sie mobilisiert Unterstützung für weltweite Hilfseinsätze, fördert Projekte für Geflüchtete in Deutschland und informiert über Flucht und ihre Ursachen.
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