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Europa und seine Grenzen

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Zwei recht widersprüchliche Merkmale zeichnen Europas Umgang mit seinen Grenzen aus: Es sind die unterschiedlichen Einstellungen und Erfahrungen zu den Binnen- und Außengrenzen. Während die Offenheit der Binnengrenzen als wohltuend erlebt wird, werden die Außengrenzen zunehmend zu einem menschenrechtsverletzenden Schutzwall. Der definierte „Feind“ kommt nicht in imperialistischer Absicht und mit militärischer Macht, sondern allermeist verletzlich, arm, gedemütigt als Flüchtling. Die Legitimation von Grenzschutzeinrichtungen und -verhalten ist zunehmend fragwürdig und offenbar mehr innenpolitischen / gesellschaftspsychologischen Phänomenen geschuldet als einer realen Schutzbedürftigkeit Europas. Schutzbedürftig sind die, die zu uns kommen.

News zum Thema

Zurückweisung gegen Flüchtlinge

24.10.2022 vr

Kirche und Diakonie kritisieren „Zweiklassenmentalität“ in EU-Flüchtlingspolitik

Bei der Kirchliche Asylrechtskonferenz in Warschau haben evangelische Kirche und Diakonie eine widersprüchliche Flüchtlingspolitik der EU angemahnt: Sie zeige vorbildlich Solidarität mit ukrainischen Geflüchteten toleriere aber gleichzeitig menschenrechtswidrige „Push-Backs“ an den Außengrenzen.

09.10.2022 bj

Abschiebungen nach Pakistan aussetzen

„Angesichts der dramatischen Lage nach den Überflutungen in Pakistan ersuchen wir die Landesregierungen in Hessen und Rheinland-Pfalz geplante Abschiebungen dorthin für die nächste Zeit auszusetzen“, fordert der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Volker Jung. „Eine Aussetzung der Abschiebungen wäre ein wichtiges Zeichen der Menschlichkeit“, sagte er am 9. Oktober in Darmstadt. Abschiebeflüge angesichts der Flutkatastrophe seien unmenschlich und unwürdig.

07.10.2022 bj

EKD fordert Abschiebestopp nach Pakistan

Angesichts der verheerenden Überschwemmungen in Pakistan fordert Christian Stäblein, Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) und EKD-Beauftragter für Flüchtlingsfragen, einen vorübergehenden Abschiebestopp. Menschen in ein Katastrophengebiet hinein abzuschieben, sei un-menschlich und unwürdig.

07.10.2022 bj

Sofortiger Stopp aller Abschiebungen in den Iran!

PRO ASYL und die Landesflüchtlingsräte bekräftigen mit Blick auf die eskalierende Gewalt gegenüber Demonstrierenden durch das iranische Regime die Forderung nach dem Stopp aller Abschiebungen in den Iran. Niedersachsen geht mit gutem Beispiel voran.

07.10.2022 bj

Hessisches Aufnahmeprogramm für Schutzsuchende aus Afghanistan

Den Beschluss der hessischen Landesregierung vom 6. Oktober, ein eigenes Landesaufnahmeprogramm für Flüchtlinge aus Afghanistan aufzulegen, bezeichnen die Evangelischen Kirchen in Hessen und die Diakonie Hessen als einen „wichtigen Schritt“.

06.10.2022 bj

Neue Todesstreifen an EU-Außengrenzen

In seiner Festrede zum 30-jährigen Bestehen der Ökumenischen Flüchtlingshilfe in Mainz warf der Pro-Asyl-Vorsitzende Andreas Lipsch der EU vor, mit ihrer Abschottungspolitik eine „humanitäre Katastrophe auf allen Ebenen“ zu verantworten. Mittlerweile gebe es „so etwas wie neue Todesstreifen“ entlang der Außengrenzen, so der Interkulturelle Beauftragte der hessen-nassauischen Landeskirche.

25.08.2022 bj

Als Helferin im griechischen Flüchtlingslager

Zelte statt Container, Müllberge und knappe Versorgungsgüter: Im Sommer 2020 ist die 19-jährige Rhaja Horst auf die griechische Insel Lesbos gegangen, um im Flüchtlingslager auf Moria zu helfen. Die Studentin aus Reckenroth im Rhein-Lahn-Kreis blieb dort acht Wochen lang und unterrichtete Deutsch für die Geflüchteten. Über ihre Erlebnisse berichtet sie in einem Video.

04.07.2022 bj

Kirchen kritisieren unzureichende Regelungen zur Familienzusammenführung

Die Vorschläge zum Familiennachzug im Rahmen des geplanten Chancen-Aufenthaltsrechts bleiben hinter den Erwartungen der beiden großen Kirchen zurück. Zwar sei der Entwurf ein „wichtiges Signal, um langjährig Geduldeten eine Perspektive zu geben“, sagt der Leiter des Kommissariats der Deutschen Bischöfe, Prälat Dr. Karl Jüsten. „Das ist eine gute Nachricht für viele, die sich bislang von Duldung zu Duldung hangeln müssen.“ Im Blick auf die Familienzusammenführung sei die Enttäuschung der Kirchen allerdings groß.

18.06.2022 bj

„Flüchtlinge sind Menschen, keine Zahlen“

Anlässlich des Weltflüchtlingstags am 20. Juni ruft die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) dazu auf, die individuellen Schicksale aller geflüchteten Menschen im Blick zu behalten. Mehr als 100 Millionen Menschen sind derzeit weltweit auf der Flucht. Nie zuvor mussten laut Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen mehr Menschen vor Gewalt, Krieg, Verfolgung oder auch den Auswirkungen des Klimawandels fliehen.

14.06.2022 bj

Scharfe Kritik an Auslagerung des Flüchtlingsschutzes nach Ruanda

Als „gefährlichen Präzedenzfall“ bezeichnet die Menschenrechtsorganisation PRO ASYL die für den heutigen Dienstag geplante Abschiebung vom Vereinigten Königreich nach Ruanda. Macht das Beispiel Schule, würde dies das Asylsystem vollständig aushöhlen.

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