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Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge nicht zu Kindern zweiter Klasse machen

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In einem Appell hat sich ein Breites Bündnis von Organisationen an die Jahreskonferenz der Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder gewandt. Die Konferenz beschäftigt sich mit einem Antrag aus Bayern zu Standards und Kosten der Jugendhilfe für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Der Appell fordert die Ministerpräsidenten auf, den Antrag abzulehnen.

Die Konferenz der Ministerpräsidentinnen und -präsidenten beschäftigt sich mit einem Antrag aus Bayern zu Standards und Kosten der Jugendhilfe für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Danach sollen für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge aus Kostengründen vorrangig Angebote der Jugendsozialarbeit vorgesehen werden und nicht wie bisher auch die intensiveren Hilfen zur Erziehung. Die Hilfen sollen nur noch Minderjährige erhalten.

"Unbegleitete minderjährigen Flüchtlingen müssen alle Unterstützungen der Jugendhilfe bekommen, die sie benötigen um Krieg, Gewalt und Fluchterfahrungen zu verarbeiten und eine gute Lebensperspektive zu entwickeln", sagt Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland, "sie dürfen nicht aus Kostengründen zu Kinder zweiter Klasse werden", betont Loheide.

"Um den oftmals durch die Flucht psychisch stark belasteten Jugendlichen, einen guten Start in unsere Gesellschaft zu ermöglichen, sind Hilfen auch über das 18. Lebensjahr hinaus notwendig ", bekräftigt Loheide.

Die Diakonie hat sich dem Appell eines breiten Bündnisses von Organisationen angeschlossen, der die Ministerpräsidenten auffordert, den Antrag abzulehnen.

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