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Tag des Flüchtlings

Caritas und Diakonie setzen Zeichen gegen Hass und Ausgrenzung

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Bundestagspräsident Lammert würdigt zivilgesellschaftliches Engagement

Auf Einladung der Präsidenten von Caritas und Diakonie, Peter Neher und Ulrich Lilie, haben heute Vertreter zivilgesellschaftlicher Organisationen, Flüchtlinge, Ehrenamtliche und Mitarbeitende der beiden christlichen Wohlfahrtsverbände am Washingtonplatz in Berlin an der "Tafel der Vielfalt" Platz genommen. In Anwesenheit von Bundestagspräsident Nobert Lammert setzen die rund 100 Gäste ein deutliches Zeichen für eine weltoffene Gesellschaft und ein gelingendes Zusammenleben der unterschiedlichen Kulturen.

Bundestagspräsident Norbert Lammert spricht in seiner Tischrede seinen Dank aus:
"Viele tausend Menschen sind in unser Land gekommen, um Schutz und Zuflucht zu  finden und viele tausend Menschen haben in diesem Land einen außerordentlichen  Beitrag geleistet, um diesen Menschen ein Dach über dem Kopf, Essen und Kleidung  und vieles mehr zu geben. Doch genauso wichtig war es, aufeinander zuzugehen  und einander kennenzulernen. Leben in Vielfalt gelingt nur, wenn man sich einander zuwendet, wenn man sich begegnet. Diese Tafel steht für solche Begegnung. Und sie ist Ausdruck des Dankes an alle, die sich für ein gelingendes  Miteinander engagieren."

Caritas-Präsident Peter Neher macht deutlich: "Das Ziel, das uns alle verbindet,  ist eine offene Gesellschaft, in der jeder Mensch mit seinen Fähigkeiten in  friedlicher Koexistenz mit dem Anderen leben können soll. Allen Bestrebungen,  Grenzzäune zwischen Ländern und Grenzen zwischen den Menschen aufbauen zu  wollen, werden wir uns entschieden widersetzen. Unsere Tafel will ein deutliches  Zeichen setzen, dass Leben nur gelingt, wenn wir alle einander achten und  respektieren."

Für Diakonie-Präsident Ulrich Lilie beginnt Integration im Kopf und im Herz:  "Ein entscheidender Faktor für gelingende Integration geht in den Debatten um  Geld und neue Gesetze zu oft unter: Die Menschen, die bei uns Zuflucht und  Zukunft suchen, brauchen mindestens genauso dringend wie Arbeit und Wohnung  andere Menschen: Nachbarn, Bekannte, Freundinnen und Freunde, hoffentlich bald  Kolleginnen und Kollegen. Auch dafür steht die Tafel am heutigen Tag."

Der 30. September 2016 ist der Tag des Flüchtlings innerhalb der bundesweiten  "Interkulturellen Woche", die sich 2016 unter dem Motto "Vielfalt. Das Beste  gegen Einfalt" für ein friedvolles Zusammenleben der Verschiedenen in unserer  Gesellschaft einsetzt.